Schulprogramm

… der Grundschule Lollar

verabschiedet von der Schulkonferenz am 8.11.2011

aktueller Fortschreibungsstand: 22.11.2011

Unsere Schule ist ein Lebensraum verschiedener Kulturen, Religionen und Familien, in dem unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten respektiert werden.

1. Einleitung

  • Geschichte unserer Schule
  • Ausgangslage der Schule
    • Räumliche Gegebenheiten
    • Kollegium
    • Unterrichtsorganisation
    • Schulordnung
    • Pädagogische Mittagsbetreuung
    • Kooperation mit außerschulischen Trägern
    • Elternmitarbeit
    • Feste und regelmäßige Aktivitäten
    • Website der Schule

2. Pädagogisches Leitbild

  • Bildungskonzept
  • Profil der Schule

3. Erläuterungen zu den Leitsätzen (in Erarbeitung)

  • „Was bedeutet das für unser Handeln?“
  • Entwicklungsschwerpunkte

4. Evaluation (in Erarbeitung)

Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Dieses Schulprogramm ist die Weiterführung unserer Überlegungen und Vorstellungen aus dem Jahr 2001 und deren Überarbeitung vor der Schulinspektion 2007. Das vorliegende Schulprogramm wurde am 21.02.2011 und 27.06.2011 erstellt und wird auch weiterhin fortgeschrieben. Die Kapitel 3 und 4 bilden zum jetzigen Zeitpunkt die Arbeitsgrundlage für die nächsten 4 Jahre.

Dabei orientiert sich unser Schulprogramm an den gewachsenen Strukturen und unserem Leitbild[1]:

Unsere Schule ist ein Lebensraum verschiedener Kulturen, Religionen und Familien, in dem unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten respektiert werden.

Bereits im Schulprogramm 2001 wurde als wichtigstes Erziehungsziel beschrieben: „Die Gemeinsamkeiten von zugewanderten und deutschen Kindern zu stärken und die Andersartigkeit zuzulassen. Die Akzeptanz des Anderen ist das oberste Prinzip.“

Geschichte der Grundschule Lollar

Der ehemalige Lollarer Lehrer und Kunstpädagoge Reinhold Huttarsch erwähnt in seinen Handreichungen zum Lollarer Schulwesen, dass ein Lehrer die Lollarer Kinder von 1578 bis 1582 am Kirchberg unterrichtete. Bis 1635 besuchten sie die Schule in Staufenberg und erst um 1635 wurde eine erste Schule in Lollar, das damals keine 200 Einwohner zählte, bezogen. „Die Gemeinde stellte [dem Lehrer] einen Acker und einen Garten zur Verfügung. Außer Lebensmittel erhielt er von jedem Kind einen Gulden.“

Aus dem Jahre 1751 ist für die Lollarer Schule ein Stundenplan erhalten, in dem eingangs gesagt wird, dass der Endzweck aller Schularbeit sei, den Kindern das Christentum, die guten Sitten, die nötige Kunst des Lesens, Schreibens, Rechnens, Singens, einige Wissenschaft vom Erdboden, Historie sowie vom Gemeinwesen beizubringen.’[2]

1829 wurde ein neues Schulhaus in der Gießener Straße errichtet, welches 1967 abgerissen wurde. 1846 wurde das alte Schulhaus durch einen Neubau ersetzt in der jetzigen Bahnhofstraße, Lollar hatte 850 Einwohner. Auch dieses Gebäude wurde 1968 im Rahmen der Dorfsanierung abgetragen.

Im Zuge der Industrialisierung war die Lollarer Bevölkerung auf 1470 angewachsen und ein ausreichendes Schulgebäude wurde 1892 in der Lumdastraße eingeweiht, unser heutiges Haus A. Zeitgleich wurden einige Linden gepflanzt, die auch heute noch das Bild der Schule prägen.

Die stetig anwachsende Bevölkerungszahl und die steigenden Schülerzahlen machten 1908 ein zusätzliches Schulgebäude notwendig, das 1913 und 1952 erweitert wurde, unser heutiges Haus B.[3] Im Laufe der Jahre kamen weitere Gebäude hinzu.

Heute besteht die Grundschule Lollar aus acht Häusern. Haus C, welches das Lehrerzimmer und die Toiletten der Kinder beherbergt, wurde ursprünglich von der Lollarer Feuerwehr als Spritzenhaus genutzt. Der deutliche Anstieg der Schülerzahlen in den 1990er Jahren machte zusätzliche Erweiterungsbauten notwendig. Ebenfalls aus Backsteinen wurde Haus D errichtet, in dem sich heute der Computerraum und die Schulverwaltung befinden. Außerdem kamen die Pavillons E und F hinzu. Dafür musste das Gelände der ehemaligen Rollschuhbahn bebaut werden.

1998 und 1999 wurden die historischen Schulgebäude grundlegend modernisiert und für die Schulverwaltung wurde ein Container aufgestellt, der heute als Schülerbücherei dient (Haus G). 2001 wurde eine neue Schulturnhalle errichtet und anstelle der alten Turn- und Volkshalle von 1959 erhielt die Feuerwehr ein neues Gerätehaus.

Im Rahmen der pädagogischen Mittagsbetreuung[4] finden seit 2005 im Gebäude des ehemaligen Kindergartens „Lumdastraße“ (Haus H) die Ausgabe des Mittagessens und Betreuungsangebote statt.

Bis 1968 wurden in der damaligen Volksschule Lollar Schülerinnen und Schüler bis zum 9. Jahrgang unterrichtet. Im selben Jahr wurde die heutige kooperative Gesamtschule, die Clemens-Brentano-Europaschule, als Mittelpunktschule Lollar in Staufenberg eröffnet. Dies hatte zur Folge, dass unsere Einrichtung seitdem ausschließlich als Grundschule der Kernstadt und des Ortsteils Ruttershausen genutzt wird.

Der Schulhof konnte 2006 grundlegend aufgewertet werden. Durch Mittel des Projektes „Soziale Stadt“ wurde ein Atrium als offenes Klassenzimmer, eine überdachte Pergola als Regenschutz für die Kinder und Veranstaltungsort für kulturelle Anlässe sowie ein Pflanzenbeet angelegt.[5]

Ausgangslage der Schule

  • Räumliche Gegebenheiten

Die acht Schulgebäude unserer Schule sind mit den Buchstaben A bis H gekennzeichnet:

–        Haus A: 3 Klassenräume, Vorklasse, Hausmeisterwerkstatt, Ruheraum

–        Haus B: 6 bzw. 7 Klassenräume, 2 bzw. 3 Räume für Förderunterricht, kleine Schülerküche, Werkraum, Lehrmittelsammlung

–        Haus C: Lehrerzimmer, Schülertoiletten, Schulbuchsammlung

–        Haus D: Verwaltung, Computerraum, Fördergruppenraum

–        Haus E: 3 Klassenräume, Fördergruppenraum

–        Haus F: Musikraum, Raum für Früh- und Nachmittagsbetreuung („Lernkiste“)

–        Haus G: Schülerbibliothek

–        Haus H: Kleiner Speiseraum mit Küche, Gruppenraum für die Nachmittagsbetreuung („Wilde 13“) sowie ein Raum für soziale Gruppenarbeit („Villa Kunterbunt“), Fördergruppenraum, Büro für pädagogische Mitarbeiter/innen, 2 kleine Räume für Nachmittagsbetreuung, Kunstkeller

–        Die Schulturnhalle wird nachmittags und abends von Sportvereinen genutzt.

Das Außengelände ist geprägt von 100-jährigen Linden. Dort befinden sich ein Atrium, ein Ballspielfeld, ein Kräuterbeet, zwei Pausenüberdachungen, die durch ein Zeltdach erweitert werden können und eine Tischtennisplatte. Auf dem Außengelände vor Haus H können Sandkasten, Wippe, Schaukel, Reckstangen und Spielehäuschen genutzt werden.

  • Kollegium

In der Grundschule Lollar werden etwa 300 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im Regelfall gibt es pro Jahrgang drei Klassen, so wie eine Vorklasse. Es gilt das Klassenlehrerprinzip. Das Kollegium umfasst die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, die Leiterin der Vorklasse sowie Kolleginnen und Kollegen die im Rahmen des Programms „Deutsch & PC“ eingesetzt sind. Unterstützung erfährt die Schule durch Förderlehrkräfte aus den Bereichen Sprachheilpädagogik, Lernhilfe und Erziehungshilfe.

An unserer Schule werden regelmäßig Referendare und Referendarinnen ausgebildet und Praktikanten und Praktikantinnen betreut.

  • Unterrichtsorganisation

An unserer Schule wird nach dem Klassenlehrerprinzip unterrichtet. Innerhalb der Jahrgangsstufen findet eine enge Kooperation statt. Die Kinder werden in Jahrgangsklassen eingeschult. Unsere Lerngruppen zeichnen sich durch hohe sprachliche und kulturelle Heterogenität aus, was auch der Bevölkerung der Kernstadt Lollars entspricht. Seit 2005 nehmen wir am gemeinsamen Förderprojekt des Hessischen Kultusministeriums und der gemeinnützigen Hertie-Stiftung teil. Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes „Deutsch und PC“ werden im ersten Schuljahr ca. 6-8 Kinder aus jeder ersten Klasse im Deutsch- und Mathematikunterricht durch eine weitere Lehrkraft gefördert. In den zweiten Klassen erfolgt eine zusätzliche Förderung im Deutschunterricht.

Mit diesem Projekt wird ein frühzeitiger und intensiver Erwerb der deutschen Sprache für Kinder mit Migrationshintergrund geschaffen. Deshalb wird der Unterricht an unserer Schule überwiegend im 45-Minuten-Rhythmus organisiert. Vor der ersten Hofpause  frühstücken alle Kinder in ihren Klassenräumen.

Seit vielen Jahren findet für Kinder der Jahrgangsstufe 1 / 2 mit Bewegungsdefiziten oder sozial-emotionalen Auffälligkeiten motopädagogische Förderung statt. Seit 2010 haben wir an unserer Schule Bewegungsförderung als Unterrichtsprinzip mit in unser Konzept aufgenommen. Als Folge davon wurden ergonomische Tische und Stühle angeschafft, sowie ein  „Schulranzen-TÜV“ eingeführt. Inzwischen gehören regelmäßige Bewegungsphasen mit in den Unterricht.

Alle Klassenräume sind mit PC-Ecken und der Möglichkeit zur Bildung eines festen  Sitzkreises ausgestattet.

Seit Jahrzehnten findet an unserer Schule muttersprachlicher Unterricht in Türkisch, Griechisch und Italienisch statt.

Im Schuljahr 2009/2010 konnte erstmals alevitischer Religionsunterricht angeboten werden.

  • Schulordnung

2007 erarbeitete eine Arbeitsgruppe eine Schulordnung, die den am Schulleben beteiligten Personen (Kinder, Eltern, Lehrkräfte etc.) eine gemeinsame Struktur und Orientierungshilfe für den Schulalltag geben soll.

Sie gliedert sich in zwei Teile. Während sich der ausführlichere Teil an alle am Schulleben beteiligten Personen richtet, ist der zweite Teil („Unsere Schulregeln“) lediglich für die Kinder bestimmt. Dieser besteht aus vier einfachen Merksätzen, die das soziale Miteinander regeln. Die Übersetzung der Schulordnung in verschiedene Sprachen soll erfolgen.

Die Einhaltung der Schulordnung und den damit verbundenen Konsequenzen sollen Eltern und Kinder mit ihrer Unterschrift bestätigen.

Schulordnung der Grundschule Lollar

Wir wollen …

… eine Schule sein, in der wir uns wohlfühlen.

… gemeinsam lernen und uns gegenseitig helfen.

… uns gegenseitig achten und jeden so annehmen, wie er ist.

… eine Schule sein, in der jeder Verantwortung trägt.

Damit wir uns in unserer Schule wohlfühlen, wollen wir …

… freundlich miteinander umgehen.

… Probleme miteinander besprechen.

… versuchen, Streit zu vermeiden oder zu lösen.

Der Schulweg

Wir gehen ohne Umwege zur Schule und nach dem Unterricht nach Hause. (Für jedes Wohngebiet gibt es einen Schulwegeplan.) Dabei laufen wir nicht auf der Straße, sondern wir benutzen die Gehwege. Die Straße überqueren wir an den Ampeln und Fußgängerüberwegen. Wir bringen andere Kinder nicht durch Schubsen oder Rempeln in Gefahr.

Im Schulgebäude

Im Treppenhaus rennen und drängeln wir nicht und stoßen niemanden, um Unfälle zu vermeiden. Wir sind leise, um andere Schüler nicht bei der Arbeit zu stören. Jacken und Regenschirme hängen wir an die Garderobenhaken im Flur. Wertvolle Sachen oder Geld sollten wir nicht in den Jackentaschen lassen. Ranzen und Turnbeutel werfen und schleudern wir nicht durch die Gegend.

Wir lassen in den Klassenräumen keinen Abfall herumliegen und behandeln alle Dinge vorsichtig.

Im Unterricht / Schulsachen

Wenn wir den Klassenraum betreten, werden wir leise und setzen uns auf unseren Platz. Damit alle gut lernen können, halten wir uns an die Klassenregeln.

Wir erledigen zuverlässig unsere Hausaufgaben. Wichtig Dinge für den Unterricht haben wir immer dabei.

Alle Schulbücher müssen eingebunden und mit Namen gekennzeichnet werden. Beschädigen oder verlieren wir ein Buch, müssen wir es ersetzen.

Unsere Schulbücher und die Bücher aus der Schulbücherei behandeln wir ordentlich und schonend. Sie müssen eingebunden oder mit einem Umschlag versehen werden. Sie sind nicht unser Eigentum, sondern nur geliehen. Andere Kinder nach uns wollen auch noch mit sauberen Büchern arbeiten. Verloren gegangene, sowie stark beschädigte Bücher müssen durch die Erziehungsberechtigten ersetzt werden.

Spielsachen, die wir mit in die Schule bringen, sind nicht versichert und werden nicht ersetzt, wenn sie verloren werden oder kaputt gehen.

Game-Boys, MP3-Player, Handys, sowie andere technische Geräte sind verboten und werden von den Lehrerinnen und Lehrern einbehalten. Die Geräte können ausschließlich von den Erziehungsberechtigten abgeholt werden.

Wir bringen keine Kriegsspielzeuge, Pistolen oder andere Spielzeugwaffen, Taschenmesser, Feuerzeuge oder Streichhölzer mit.

Auf dem Schulhof

Wenn es zur Pause klingelt, gehen wir aus dem Klassenraum und verlassen das Schulgebäude. Wir ziehen uns dem Wetter entsprechend an.

Während der Pause spielen wir nur auf dem Schulhof. Wir dürfen ihn auf keinen Fall verlassen.

Wir schützen die Pflanzen auf dem Schulgelände – besonders im Kräuterbeet – und reißen nichts ab.

Bei den Pausenspielen achten wir darauf, dass wir niemanden behindern oder verletzen, auch Spucken ist verboten. Wenn wir beim Spielen einem anderen Kind weh getan haben, dann entschuldigen wir uns.

Wenn wir einen Streit nicht alleine beenden können, bitten wir die Lehrerinnen oder Lehrer, die Aufsicht haben, uns zu helfen.

Bei Regenwetter dürfen wir keine Seile, Stelzen und Softbälle mit in die Pause nehmen.

Wir wollen niemanden verletzen. Deshalb werfen oder schießen wir nicht mit harten Gegenständen (z.B. Steinen, Zapfen, Schneebällen usw.).

Wir klettern nicht auf Bäume, Mauern oder Dächer.

Für Papierabfälle und anderen Müll benutzen wir die Abfalltonnen auf dem Schulgelände. Die Toiletten sind kein Spielplatz. Wir halten sie sauber.

Wenn es zum Unterrichtsbeginn und zum Ende der Pause geklingelt hat, sind wir pünktlich und warten vor unserem Gebäude auf unsere Lehrerinnen und Lehrer.

Das Inliner-, Roller-, sowie Fahrradfahren ist während des Schulbetriebes nicht erlaubt.

Wir nehmen niemandem etwas weg und bedrohen und beschimpfen keine Mitschülerinnen und Mitschüler.

Auf dem gesamten Schulgelände gilt selbstverständlich Rauchverbot für alle.

Hunde haben auf dem Schulhof nichts zu suchen.

Unterricht und Schulpflicht

Die 1. Schulstunde beginnt um 8.00 Uhr.

Die 6. Schulstunde endet um 13.15 Uhr.

Die pädagogische Mittagsbetreuung endet um 14.30 Uhr.

Jeden Tag vor der 1. großen Pause ist gemeinsame Frühstückszeit.

Jedes Kind bringt ein gesundes Frühstück mit.

Getränke in Einwegverpackungen sind unerwünscht.

Es besteht Schulpflicht. Jedes Fehlen muss sofort von den Erziehungsberechtigten /Eltern entschuldigt werden.

Bei häufigen oder längeren unentschuldigten Fehlzeiten kann die Schulleitung eine ärztliche Bescheinigung verlangen und muss die Schulbehörde informieren.

Alle Personen mit ansteckenden Krankheiten oder Parasitenbefall, wie z.B. Läusen dürfen die Schule erst wieder mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes besuchen.

  Schulordnung

Ich ________________________ habe heute, am ___________________ die

Schulordnung der Grundschule Lollar erhalten. Ich habe sie gelesen und verstanden und werde versuchen, mich dementsprechend zu verhalten.

_____________________                                _________________________

Unterschrift Kind                                             Unterschrift Erziehungsberechtigte/r


Unsere Schulregeln

Ich beleidige und schlage niemanden. Bei „STOPP!“ ist Schluss!

Ich gehe mit Menschen, Tieren und Pflanzen behutsam um und zerstöre keine Gegenstände.

Ich bin anderen gegenüber freundlich und hilfsbereit.

Im Schulgebäude gehe ich langsam und verhalte mich ruhig.

  • Pädagogische Mittagsbetreuung

Orientiert an den heutigen gesellschaftlichen Bedürfnissen, will die Pädagogische Mittagsbetreuung eine familienergänzende Maßnahme von Seiten der Schule sein.
Ihre Aufgabe ist es nicht, den lernplanmäßigen Unterricht aufzuarbeiten oder zu ergänzen. Basis der pädagogischen Arbeit bilden die Grundbedürfnisse der Kinder: Sicherheit, Anerkennung und Geborgenheit. Dies umfasst, dass die Kinder am Mittag Aktivitäten haben, die sie in ihrem Schulalltag ganzheitlich fördern und in ihrer Entwicklung unterstützen. Dazu gehören die Hausaufgabenbetreuung, Förderkurse, Arbeitsgemeinschaften, Bewegung und gemeinsames Spiel.

Bereits seit einigen Jahrzehnten wird eine spezielle Hausaufgabenbetreuung für Zuwandererkinder an unserer Schule angeboten, die 2005 zur Pädagogischen Mittagsbetreuung erweitert wurde.

Wir bieten von Montag bis Donnerstag bis 14.30 Uhr in Zusammenarbeit mit der Lernkiste e.V. diese Betreuung an.

Zusätzlich können die Kinder vor dem Unterricht (7.30 Uhr – 8.30 Uhr) und im Anschluss an die Pädagogische Mittagsbetreuung bis 16.30 Uhr und freitags kostenpflichtig betreut werden.

Anfänglich haben etwa 90 Kinder an diesem Nachmittagsprogramm teilgenommen inzwischen sind es ca. 170 Kinder. Für alle besteht die Möglichkeit für ein kostengünstiges  warmes Mittagessen, das von einem Cateringbetrieb angeliefert wird.

Als weiteres Unterstützungsangebot findet an unserer Schule Soziale Gruppenarbeit statt. Die „Villa Kunterbunt“ besuchen etwa 10 Kinder.

Durch die Vereinigung der finanziellen Mittel des Kultusministeriums, der Caritas, der Volkshochschule und der Stadt Lollar, ist allen Kindern mit einem Betreuungsbedarf die Teilnahme an der Pädagogischen Mittagsbetreuung ermöglicht.

Die jeweils aktuellen Zeiten und Angebote finden sich auf einem Extrafaltblatt, welches im Schulsekretariat ausliegt.

  • Kooperation mit außerschulischen Trägern

Partner bei der Durchführung der Pädagogischen Mittagsbetreuung ist der Gießener Verein „Lernkiste e.V.“. Außerdem unterstützt die Stadt Lollar diese Arbeit und die Organisation unserer Schulbücherei (Haus G).

Im Bereich der sozialen Gruppenarbeit arbeiten wir mit dem Fachdienst Jugend und Soziales eng zusammen.

Mit der unmittelbar benachbarten Freiwilligen Feuerwehr besteht bereits seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Brandschutzerziehung und des Jugendblasorchesters.

Des Weiteren wird die musikalische Früherziehung und der Instrumentalunterricht sowie ein Kinderchor durch die Musikschule Busecker Tal angeboten. Im Bereich der Bewegungsförderung arbeiten wir mit den lokalen Sportvereinen zusammen. Insbesondere sind hierbei die „Kinderolympiade“ der TSG Lollar und die Talentfördergruppe Handball zu nennen. In der Leseförderung engagieren sich ehrenamtliche Lesepaten. Seit 2010 findet an unserer Schule das Projekt „Seniorpartners in School“ statt, eine Maßnahme bei der Seniorinnen und Senioren als Mediatoren Kindern bei der Konfliktbewältigung zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule findet in den vierten Jahrgängen die Verkehrserziehung statt. Wir arbeiten sowohl mit dem Arbeitskreis Zahnpflege Gießen als auch im Bereich „Gesunde Ernährung“ mit Ernährungsberatungen und lokalen Anbietern in der Gesundheitserziehung zusammen.

Darüber hinaus besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen speziell in den Bereichen Lerndiagnostik und Lernförderung sowie in der Ausbildung von Praktikantinnen und Praktikanten. Seit mehreren Jahren können Studierende ihre Praxisausbildung im Bereich des Sportförderunterrichts an unserer Schule durchführen.

2010 konnte unsere Schule erstmals eine Bewerberin des DRK Marburg für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einsetzen.

Auf die Zusammenarbeit mit den Lollarer Kindertagesstätten wird unter der Überschrift „Bildungskonzept“ näher eingegangen.

  • Elternmitarbeit

In langer Tradition besteht eine gute Zusammenarbeit der Elternschaft mit der Grundschule Lollar, wobei im Laufe der Schulzeit ihrer Kinder viele Eltern bereit sind Dienste und Aufgaben zu übernehmen. Neben den Tätigkeiten als Klassen- und Schulelternbeiräte engagieren sie sich bei Aktionen und Feiern in den Klassen sowie in allen Bereichen der Schulentwicklung. Besonders zu erwähnen ist der Einsatz von Müttern und Vätern bei der Schulhofgestaltung und beim Internationalen Spielefest[6].

Auf Initiative der Eltern wurde unser Förderverein im Jahr 2003 gegründet. Dieser finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und besondere Aktionen wie beispielsweise Sponsorenläufe und Flohmärkte. Der Förderverein unterstützt unsere Schule finanziell u.a. bei Projekten und bei der Verbesserung der Lernumgebung der Kinder.

  • Feste und regelmäßige Aktivitäten

Regelmäßige Aktivitäten und aktuelle Termine werden auf unserer Homepage (www.grundschulelollar.wordpress.com) veröffentlicht.

  • Website der Schule

Im Internet stellen wir uns unter www.grundschulelollar.wordpress.com vor.

2. Pädagogisches Leitbild

2010/ 2011 wurde unter Beteiligung der Schulgemeinde ein Leitbild für unsere Schule erarbeitet, das durch vier Leitsätze näher erläutert wird:

 Unsere Schule ist ein Lebensraum verschiedener Kulturen, Religionen und Familien, in dem unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten respektiert werden.

{ Wir sind eine Schule, die diesen Lebensraum so gestaltet, dass diese Vielfalt gewürdigt, soziale Werte vermittelt und Integration verwirklicht werden.

{ Wir sind eine Gemeinschaft, in der demokratische und friedliche Umgangsformen gelebt werden, sodass sich alle wohl und geborgen fühlen.

{ Wir sind eine Schule, die für alle eine positive Lernatmosphäre schafft und dadurch erfolgreiches Lernen ermöglicht.

 { Wir sind eine Schule, die die ganzheitliche Entwicklung der Kinder zum Ziel hat und Zeit für diese individuellen Prozesse lässt.

 Verabschiedet von der Schulkonferenz am 04.05.2011

Bildungskonzept

Seit einigen Jahren arbeiten wir mit den Kindertagesstätten und der Stadt Lollar zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplan[7] zusammen. Für die nächsten 4 Jahre haben wir uns vorgenommen, die Bildungsstandards und Inhaltsfelder des Kerncurriculums für Hessen[8] unter Berücksichtigung unseres Leitbildes in ein eigenes Schulcurriculum einzubetten.

Profil der Schule

Bereits eingangs wurde als wichtigstes Erziehungsziel genannt, die Gemeinsamkeiten von zugewanderten und deutschen Kindern zu stärken und die Andersartigkeit zuzulassen. Die Akzeptanz des Anderen soll dabei stets Beachtung finden. Weitergeführt wurden diese Überlegungen durch unser Leitbild. Zusammenfassend lassen sich drei Bereiche für das Profil unserer Schule benennen:

Neben Integration und Toleranzerziehung verfolgen wir verstärkt die Gesundheits­erziehung und hier speziell die Bewegungsförderung.

Gemäß des Schulprofils möchten wir in der nächsten Zeit einen Namen für unsere Schule finden.

3. Erläuterungen zu den Leitsätzen

Bei der Konkretisierung unseres Leitbildes wurde deutlich, dass unser pädagogisches Handeln und die Vielzahl unserer pädagogischen Ziele sich unter der Überschrift „Integration“ bündeln lassen.

In einem Folgeschritt haben wir Bereiche des schulischen Lebens zusammengetragen, die bereits jetzt schon zur Integration beitragen. Sie wurden in dem nachfolgenden Schaubild in Kästchen dargestellt.

Bereiche, die wir zukünftig weiterverfolgen werden, wurden mit Linien gekennzeichnet.

„Was bedeutet das für unser Handeln?“

Entwicklungsschwerpunkte

4. Evaluation (Form: Text von ca. 4 Seiten)

Literatur- und Quellenverzeichnis

Grundschule Lollar; Schulprogramm 2001 und Überarbeitungen zur Schulinspektion 2007

Hessisches Kultusministerium; Bildungsstandards und Inhaltsfelder, 2011

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung; Die soziale Stadt in Hessen, 2010

Hessisches Sozialministerium und Hessisches Kultusministerium; Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen, 2007

IFS; Schulprogramm, Gliederung, 2000

(http://lpmfs.lpm.uni-sb.de/SE/Materialien/Schulprogramm.htm, zuletzt geöffnet am 08.Aug. 2011)

Leinweber, Inge; Seniorenjournal Lollar, Ausgabe 39, 2011, 14-16

Lernkiste, Verein zur Förderung von Kultur und Bildung e.V.; Broschüre zu

Betreuungsangeboten an der Grundschule Lollar, 2011

Magistrat der Stadt Lollar; 750 Jahre Lollar, 1242 – 1992

Schulleitung der Gesamtschule Lollar; Jubiläumsschrift 1968 -1978 Gesamtschule Lollar und der Schule für Behinderte Lollar, 1.07.1978

[1]             Im Rahmen der Schulentwicklung wurde am 24.06.2010 das o.g. Leitbild für unsere Schule erarbeitet

[2]             Jubiläumsschrift 1968 -1978 Gesamtschule Lollar und der Schule für Behinderte Lollar, 1.07.1978, S.5

[3]             Leinweber 2011

[4]     Als Pädagogische Mittagsbetreuung wird eine Betreuungsform von ganztägig arbeitenden Schulen bezeichnet.

[5]     Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung; Die soziale Stadt in Hessen, 2010

[6]             Unser internationales Spielefest findet immer im Frühjahr statt und hat die Idee des türkischen Kinderfestes vom 23. April aufgegriffen und weitergeführt.

[7]             Hessisches Sozialministerium und Hessisches Kultusministerium; Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen, 2007

[8]             Hessisches Kultusministerium; Bildungsstandards und Inhaltsfelder, 2011

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